IC 811 Toller Bomberg Dortmund-München

Frisieren auf Schienen: Mit einem neuen Angebot versuchte die Deutsche Bundesbahn Ende der 1980er die Kunden zu überzeugen – mit überschaubarem Erfolg.

Ein neuer Haarschnitt bei Tempo 160, die Landschaft fliegt vorbei: In den 1980er Jahren probierte sich die Deutsche Bundesbahn an einer Innovation. In einem rollenden Friseursalon – eingereiht in einen Intercity – sollten Reisende die Zeit im Zug für einen Friseurbesuch nutzen.

Dazu kooperierte die Behördenbahn ab Mai 1989 mit der Wolfsburger Friseurkette Klier. Ein Abteilwagen wurde dazu mit Waschbecken, Friseurstühlen, Spiegeln und Wartebereich ausgerüstet – und schon konnte es losgehen mit dem Frisieren auf Schienen, wenn auch mit besonderen Herausforderungen.

Preislich konnte das Angebot durchaus mit Salons auf festem Boden mithalten – Waschen, Schneiden, Föhnen kosteten für die Dame 28,50 D-Mark, für den Herren 23,50 D-Mark. Trotzdem blieb der Erfolg des rollenden Friseurs überschaubar.